Literatur über Ebeleben

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Geschichte und Geschichten aus Ebeleben

Geschichte und Geschichten aus Ebeleben, verfasst von Bürgermeister Uwe Vogt, spiegelt in 85 Kapiteln die Entstehung und das Leben in und um Ebeleben wider.

Hervorragendes Bildmaterial und ein prägnanter Erzählstil des Autors machen dieses Buch zu einem bemerkenswerten Titel heimatkundlicher Literatur der nordthüringer Region.

1. Auflage 1998
Verlag: Starke Druck und Werbeerzeugnisse, Sondershausen




Geschichte und Geschichten aus Ebeleben - Teil 2


Die Fortsetzung des Erfolgsbuchs, geschrieben von Bürgermeister Uwe Vogt und ergänzt durch Bildmaterial von Helmut Röttig, beleuchtet auf einrucksvolle Weise die Chronik des Ebeleber Gebiets. Untermalt mit historischem Bildmaterial vermittelt dieses Werk die Einmaligkeit unserer nordthüringer Heimatstadt und Region.



Geschichte und Geschichten aus Ebeleben Teil 2(Quelle: Bildarchiv Röttig)

Hier gelangen Sie zur Werkstattlesung von "Geschichte und Geschichten aus Ebeleben - Teil 2"

 

Einblicke in das Buch:

 

Ebeleben wird Stadt

1. Die Verleihung des Stadtrechtes

Über 80 Jahre ist es nun her, dass der vormalige Marktflecken Ebeleben Stadtrecht bekam. Schauen wir in die Annalen des Jahres 1928.

Im Ebelebener Bezirksblatt erfuhren die Einwohner von Ebeleben im Juni 1928 von dem richtungweisenden Beschluss. Seinerzeit wurde ein Antrag beim Thüringer Kreisamt gestellt, dass Ebeleben in Zukunft die Bezeichnung Stadt führen darf. Begründet wurde der Antrag mit der besonderen Stellung des Ortes im Landkreis. So hatte man u. a. ein Amtsgericht, ein Postamt und die Kreissparkasse und einen Bankverein aufzuweisen. Auch das Vorhandensein der vielen Gewerbe und Handelseinrichtungen zeigte die regionale Bedeutung des Ortes.

Im Bezirksblatt ist zu lesen: "Was sonst von den Gaststätten, Handels- ­und Gewerbetreibenden geboten wird, geht weit über das hinaus, was man in einem Dorf bekommt, und man darf wohl sagen, dass in dieser Beziehung Ebeleben, dank der fortschrittlichen Einstellung der Mehrzahl von seinen Handels- und Gewerbetreibenden die Konkurrenz mit den nächsten kleinen Städten in unserer Umgebung in jeder Beziehung aufnehmen kann."

Der Ort konnte seinerzeit auch mit mehreren Ärzten, Zahnärzten sowie Tierärzten aufwarten. Traditionell wurde die medizinische Hilfe nicht nur von Personen aus Ebeleben und den Nachbardörfern in Anspruch genommen, sondern war Ebeleben aufgrund des damaligen Eisenbahnknotens oft auch Anlaufpunkt für die Menschen aus den weiter entfernten Dörfern. Diese Dinge genügten allerdings noch nicht, um das Stadtrecht beantragen zu können. Das damals noch existierende Schloss, der Wochen- und Jahrmarkt sowie die Verkehrsanbindung per Straße und Schiene waren weitere Pfunde mit denen man wuchern konnte, um den nach der damaligen Thüringer Verfassung vorwiegenden städtischen Charakter nachweisen zu können.

Freilich gab es auch kritische Stimmen bezüglich der Beantragung des Stadtrechtes. Man befürchtete Steuererhöhungen und sah die Einwohnerzahl (damals 1700) als zu gering an. Außerdem wurde befürchtet, dass die Verwaltung mit weiteren Beamten aufgebläht werden würde und dass zusätzliche Arbeit auf die Gemeindebediensteten zukäme.

Letztendlich wurde in der Gemeinderatssitzung am 15.Juni 1928 der Antrag gestellt, Stadtecht zu beantragen. Im Tagesordnungspunkt vier ist zu lesen: „Beschlussfassung über einen Antrag um Einreichung und Gesuch an den Thüringer Herrn Landrat in Sondershausen zwecks Stadtbezeichnung für Ebeleben". Mit sechs gegen drei Stimmen wurde der Beschluss gefasst. Vom Thüringer Ministerium für Inneres und Wirtschaft in Weimar wurde dieser gut geheißen, eine entsprechende Antwort ging am 1.September 1928 in Ebeleben ein, so dass schon wenige Tage darauf, nämlich am 14. September 1928 die erste Stadtratssitzung in Ebeleben stattfand.

 

Einwohnerverzeichnis von Ebeleben 1938 [Auszug]

 

Einwohner1700
BahnverbindungenEbeleben-Mühlhausen,
Keula-Ebeleben-Greußen-Hohenebra-Ebeleben
Post- und TelegrafenamtEbeleben

 

AmtsgerichtEbeleben
FinanzamtSondershausen
RathausMarkt 28
StadtkasseIm Rathaus
StandesamtKurt Böttcher, im Rathaus
Gendarmeriestation EbelebenHermann Zöger
OberförstereiEbeleben, Forstmeister Reiß
Bauamt Ebeleben
Kreissparkasse

Bankverein Ebeleben GmbH

Krankenkasse AOK, Nebenstelle Ebeleben

PrivatklinikDr. med. H. Koch
KrankenhausSondershausen
Evangelische KirchePfarrer Horn
Evangelische SchuleVolksschule Ebeleben: Schulleiter Walter Topf, Oberlehrer Karl Rohloff, Lehrer Kurt Stichling, Armin Schmidt und Lehrerin Hedwig Poser
Landwirtsch. SchuleLehrer Walter Hackethal, Lehrerin  Julie Friedrich
LandwirtschaftsratArno Freytag, Arno Karl
BerufsschuleLeiter Walter Hackethal, Lehrer Willi Wagner, Studienassessor
ÄrzteDr. med. Herbert Koch, Südstraße
Dr. med. Karl Kessler, Teichdamm
TierärzteDr. med. vet. Martin Kron, Sondershäuser Straße
Tierarzt med. vet. Hermann Mummenthey, Keulaer Straße
HebammeFrau Frieda Ey, Hauptstraße
VereineKriegerverein, Schützenverein, Musikverein Adelheid, Männergesangsverein, Verein für Leibesübungen
RatskellerGastwirt Karl Glaser, Markt 24
Lotterie-EinnahmeLeopold Helbing, Markt 3

 

 

Die Kirche und seine Denkmäler

Die evangelische Kirche St. Bartholomäus, welche sich auf einer kleinen Anhöhe im Westen der Stadt befindet, wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder restauriert. Aufgrund des Alters und des Zustandes bedurfte die Fürstenloge einer umfangreichen Sanierung. Aus den Kirchenannalen ist bekannt, dass im Jahre 1934 ebenfalls eine umfangreiche Restaurierung stattfand. Da der Ort vor der Übernahme durch die Schwarzburger den Herren von Ebeleben gehörte, verwundert es nicht, dass dem berühmten Ritter Hans von Ebeleben ein großes Epitaph gewidmet wurde. Dieses befindet sich linkerhand vom Haupteingang und ist im Renaissancestil in der zweiten Hälfte des 16.Jahrhunderts errichtet worden, noch bevor das Rittergut an die damaligen Grafen von Schwarzburg verkauft wurde. Der Ritter Hans ging deshalb in die Ebelebener Geschichte ein, weil er die Reformation einführte und die berühmte Stiftschule gründete, an deren ursprünglichem Platz gegenüber der Kirche heute ein Gedenkstein erinnert. Im Jahre 1899 verfasste man in Ebeleben ein Schreiben an Seine Durchlaucht den Fürsten Karl Günther um Unterstützung bei der Sanierung des Epitaphs. Aus den Berichten vor über 100 Jahren ist zu erlesen, dass der Fürst veranlasste, dass die Staatsregierung 500 Mark bewilligte, um wichtige Sanierungsarbeiten durchzuführen. Damit wurden notwendige Reparaturen an den Standbildern, den Votivfiguren und der biblischen Darstellung der Auferstehung Jesu Christi ausgeführt. Dies ist einer der Gründe, warum der letzte Fürst von Schwarzburg- Sondershausen in Ebeleben nach seinem Tod im Jahre 1909 so verehrt wurde. Deshalb beschäftigte sich der Gemeinderat unter Leitung von Bürgermeister Otto Müller nach seinem Tode damit, ihm ein würdiges Denkmal zu setzen. Seine Witwe Marie von Schwarzburg- Sondershausen traf im Frühjahr des Jahres 1912 mit dem Auto in Ebeleben ein, um sich selbst ein Bild von dem Platz zu machen, an dem das Denkmal errichtet werden sollte. Zunächst war der alte Schulplatz gegenüber der Kirche favorisiert worden, aber letztendlich entschied man sich für den Platz vor der Kirche und zwar an der nach dem Schlosse gelegenen Seite. So wurde der Sommer des Jahres 1912 dazu genutzt, um die notwendigen Arbeiten auszuführen. In einer Notiz aus diesem Jahr ist zu lesen: "...das Denkmal des Bezirkes Ebeleben für den hochseligen Fürsten Karl Günther, dessen Andenken in den Herzen seiner dankbaren Landeskinder niemals verlöschen wird." Das Denkmal wurde vom Architekten Schwarz aus Arnstadt als Wandmauermonument geschaffen. Der Name des Fürsten war auf einem emporragenden Gesimsstück angebracht. Außerdem war „eine reich ausgeführte Kartusche in halbrunder von Pilastern begleiteter Nische" mit dem Staatswappen zu sehen. Dieses war von dem Bildhauer Schäfer aus Frankfurt/ Main entworfen und in Muschelkalk gearbeitet worden und bildete so einen besonderen Schmuck des Denkmals. Weitere Bildhauerarbeiten wurden vom Bildhauer Herda aus Arnstadt nach den Zeichnungen des Architekten Schwarz ausgeführt. Die notwendigen Mauerarbeiten wurden vom Ebelebener Maurermeister Reimer ausgeführt. Das verwendete Muschelkalkmaterial stammte aus Oberdorla. Nun führte die westliche Freitreppe direkt zum Denkmal. Leider konnten weder die Fürstin Marie noch der nun das Fürstentum Schwarzburg- Sondershausen mitregierende Fürst Günther zu Schwarzburg-Rudolstadt an der Denkmalsweihe am 3. August 1912 teilnehmen. Beide sandten entsprechende Huldigungstelegramme an die Ebelebener Bürger. So schrieb die Fürstin Marie an den Geheimen Regierungsrat Dr. Bärwinkel: „Gehren, 3. August 1912. Wärmsten Dank für freundliche Begrüßung, war in Gedanken heute viel bei der Feier, der nicht beiwohnen zu können mir unendlich leid tat. Dem Ebeleber Bezirk und Ihnen dankbaren Gruß für das schöne Zeichen der Treue für Ihren verewigten Landesherrn." Der Fürst Günther verfasste folgende Zeilen: „Schwarzburg, 4. August 1912. Versichere Sie meiner herzlichen Dankbarkeit für das gestern ausgesprochene, freundliche Gedenken. Ich bedaure lebhaft, an der Denkmalsweihe nicht selbst haben teilnehmen zu können." Während das Epitaph in der Kirche noch heute als Kulturdenkmal erhalten geblieben ist, verschwand das Fürstendenkmal leider zu DDR- Zeiten...

 

Geschichte und Geschichten aus Ebeleben - Teil 3

Der dritte und aktuelle Band erschien am 05. März 2014 - wieder aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Herrn Bürgermeister Uwe Vogt und Herrn Helmut Röttig.

"Geschichte schreibt sich mit jedem Tag fort, doch Geschichte aufzuschreiben, Erinnerungen zu bewahren und somit nachvollziehbar zu machen, das tun nur wenige. Solch ein Mensch ist der Bürgermeister der Stadt Ebeleben, Uwe Vogt.
Ihm verdanken Sie, liebe Leser, den hier vorliegenden Geschichts- und Bildband mit vielen präzise recherchierten Ausführungen rund um die Historie der Stadt Ebeleben und der umliegenden Region. Nicht nur Mühe und Fleiß stecken in den vorliegenden Seiten, sondern auch viel Liebe zum eigenen Heimatort und den Menschen, die in ihm leben. Diese Verbundenheit spürt der Leser und diese zieht ihn in seinen Bann.
Vor dem geistigen Auge entstehen Bilder, die den Leser mitnehmen auf eine Zeitreise durch das Gebiet in und um Ebeleben. Wer sich auf diese Reise einlässt, dem wird die Magie geschichtsträchtiger Orte bewusst. Um diesen Zauber auch für die zukünftigen Generationen zu bewahren, bedarf es einem Schatz und diesen halten Sie, liebe Leser, heute in der Hand.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen dieser Lektüre und erzählen Sie doch hin und wieder „Geschichten aus Ebeleben“."

Ihre Antje Hochwind
Landrätin des Kyffhäuserkreises

Geschichte und Geschichten 3

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